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Kostenlose Angebotsvorlage für Freelancer

Ein gutes Angebot kann darüber entscheiden, ob Sie einen Auftrag erhalten oder ihn an einen Mitbewerber verlieren. Dennoch überspringen viele Freelancer diesen Schritt oder versenden nachlässige Kostenschätzungen, die ihrem professionellen Auftreten schaden.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, was ein Angebot enthalten muss, wie Sie Ihre Preise kalkulieren und welche Fehler Sie vermeiden sollten — inklusive einer kostenlosen Vorlage, die Sie sofort nutzen können.

Warum Freelancer Angebote brauchen

Angebote sind keine bloße Formalität. Sie erfüllen drei wichtige Funktionen:

  1. Erwartungen klären — Der Kunde weiß genau, was er erhält und was es kostet
  2. Rechtliche Absicherung — Ein schriftliches Angebot verhindert spätere Diskussionen à la „Ich dachte, es wäre günstiger"
  3. Professionalität demonstrieren — Ein klar strukturiertes Angebot signalisiert Kompetenz, bevor Sie überhaupt mit der Arbeit beginnen

Das Überspringen des Angebots ist einer der kostspieligsten Fehler, den ein Freelancer machen kann.

Was Ihr Angebot enthalten sollte

Die Pflichtangaben

Jedes professionelle Freelancer-Angebot sollte enthalten:

  • Ihr Firmenname und Ihre Kontaktdaten — Name, E-Mail, Telefon, Anschrift, Steuernummer
  • Name und Unternehmen des Kunden — An wen das Angebot gerichtet ist
  • Angebotsnummer — Fortlaufende Nummerierung (AN-202604-0001)
  • Datum und Gültigkeitsdauer — „Gültig 30 Tage" ist üblich
  • Einzeln aufgeführte Leistungen — Jede Aufgabe oder jeder Liefergegenstand auf einer eigenen Zeile
  • Preisgestaltung — Stundensatz × Menge für jede Position
  • Gesamtbetrag — Netto und brutto mit ausgewiesenem Mehrwertsteuersatz

Optionale, aber empfehlenswerte Angaben

Diese Zusatzinformationen heben Ihr Angebot von der Konkurrenz ab:

  • Zahlungsbedingungen — 30 % Anzahlung, meilensteinbasierte Abrechnung, Ratenzahlung
  • Zeitplan — Voraussichtliche Liefertermine
  • Hinweise — Annahmen, Ausschlüsse, Revisionsregelung
  • AGB — Haftung, Urheberrecht, Stornierungsbedingungen

Wie Sie Ihre Preise kalkulieren

Nach Stundenaufwand

Geeignet für: Laufende Aufgaben, Beratung, Projekte mit unklarem Umfang.

Design-Beratung — 10 Stunden × 150 €/Std. = 1.500 €

Vorteile: Fair bei sich änderndem Umfang. Nachteile: Kunden sorgen sich um unkontrollierte Kosten.

Als Festpreis

Geeignet für: Klar definierte Liefergegenstände, einmalige Projekte.

Website-Redesign (5 Seiten) — 4.500 €
Logo-Design (3 Entwürfe, 2 Überarbeitungsrunden) — 800 €

Vorteile: Der Kunde kennt die Gesamtkosten von Anfang an. Nachteile: Sie tragen das Risiko bei schleichender Aufgabenerweiterung (Scope Creep).

Nach Tagessatz (TSD)

Geeignet für: Workshops, Vor-Ort-Einsätze, kurze Aufträge.

UX-Workshop — 2 Tage × 1.200 €/Tag = 2.400 €

Der häufigste Kalkulationsfehler

Berechnen Sie nicht nur Ihre Zeit. Berechnen Sie den Nutzen. Ein Logo, das drei Stunden Arbeit erfordert, aber einem Unternehmen zu einer glaubwürdigen Außenwirkung verhilft, ist weit mehr wert als 3 × Ihr Stundensatz.

Wenn Sie ausnahmslos jedes Angebot, das Sie versenden, gewinnen, sind Ihre Preise wahrscheinlich zu niedrig.

Kostenlose Angebotsvorlage

Erstellen Sie ein professionelles Angebot in weniger als einer Minute. Tragen Sie Ihre Daten ein, listen Sie Ihre Leistungen auf, legen Sie die Gültigkeitsdauer fest und laden Sie ein sauberes PDF herunter:

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Angebot, Kostenvoranschlag oder Projektvorschlag?

Diese Begriffe werden oft synonym verwendet, aber es gibt wichtige Unterschiede:

DokumentBindend?DetailgradGeeignet für
KostenvoranschlagNein — RichtwertGeringErste Gespräche
AngebotJa — für einen bestimmten ZeitraumMittelKlar definierter Umfang mit konkreter Preisgestaltung
ProjektvorschlagNein — es ist ein PitchHochAusschreibungen, komplexe Projekte

Für die meisten Freelance-Aufträge ist das Angebot das richtige Instrument. Es ist konkret genug, um verbindlich zu sein, aber nicht so aufwändig wie ein vollständiger Projektvorschlag.

Fehler, die Sie Aufträge kosten

1. Das Angebot zu spät versenden

Wenn ein potenzieller Kunde am Montag nach einem Angebot fragt, senden Sie es nicht erst am Freitag. Antworten Sie noch am selben Tag oder spätestens am Folgetag. Reaktionsschnelligkeit signalisiert Zuverlässigkeit.

2. Zu vage formulieren

„Webdesign — 3.000 €" sagt dem Kunden nichts. Schlüsseln Sie auf:

Gestaltung Startseite — 1.200 €
Unterseiten (4) — 1.600 €
Mobiloptimierung — inklusive
Content-Migration — 200 €

3. Die Gültigkeitsdauer vergessen

Ohne Ablaufdatum könnte ein Kunde sechs Monate später zurückkommen und Sie an veralteten Preisen festhalten. Geben Sie immer an: „Gültig bis [Datum]."

4. Nicht nachfassen

Sie haben ein Angebot gesendet und hören drei bis fünf Tage nichts? Fassen Sie nach. Ein einfaches „Haben Sie noch Fragen zu meinem Angebot?" kann ausreichen, um den Auftrag zu sichern.

5. Auf Teufel komm raus unterbieten

50 % günstiger als Mitbewerber zu sein, macht Sie nicht wettbewerbsfähig — es macht Sie verdächtig. Kunden, die grundsätzlich den günstigsten Anbieter wählen, sind meistens die anspruchsvollsten und schwierigsten.

Nach dem Angebot: Was passiert als Nächstes?

  1. Kunde nimmt an → Beginnen Sie die Arbeit und stellen Sie nach Abschluss eine Rechnung aus
  2. Kunde verhandelt → Passen Sie Umfang oder Preis an und senden Sie ein überarbeitetes Angebot
  3. Kunde meldet sich nicht → Einmal nachfassen, dann weitermachen
  4. Kunde lehnt ab → Fragen Sie nach dem Grund (zum Lernen), bleiben Sie professionell

Ein Angebot, das zu einer Rechnung wird, ist ein gewonnener Auftrag. Verfolgen Sie Ihre Angebots-zu-Rechnung-Konversionsrate — liegt sie unter 30 %, sollten Sie Ihre Preisgestaltung oder Ihre Zielkunden überdenken.

Tipps für überzeugendere Angebote

  • Individualisieren Sie jedes Angebot — Gehen Sie auf das konkrete Projekt des Kunden ein, vermeiden Sie generische Textbausteine
  • Zeigen Sie Ihren Mehrwert — Ein kurzer Hinweis auf relevante Erfahrungen schafft Vertrauen
  • Machen Sie das Ja leicht — Nennen Sie einen klaren nächsten Schritt („Antworten Sie auf diese E-Mail zur Bestätigung")
  • Setzen Sie auf professionelle Aufmachung — Ein sauberes PDF überzeugt mehr als eine unformatierte E-Mail
  • Speichern Sie Ihre Stammdaten — InvoiceNeat speichert Ihre Unternehmensdaten, damit jedes neue Angebot bereits vorausgefüllt ist

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