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Rechnung erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Selbstständige

Eine professionelle Rechnung zu erstellen, muss nicht kompliziert sein. Ob Sie als Freelancer Ihre erste Rechnung schreiben oder als Kleinunternehmer einen besseren Prozess suchen — dieser Leitfaden deckt alles ab.

Was ist eine Rechnung?

Eine Rechnung ist ein Dokument, mit dem ein Leistungserbringer gegenüber einem Auftraggeber erbrachte Leistungen oder gelieferte Waren auflistet und zur Zahlung auffordert. Sie dient als rechtlicher Nachweis der Transaktion und enthält Zahlungsbedingungen sowie Fälligkeitsdaten.

Pflichtangaben auf der Rechnung

Gemäß § 14 UStG muss jede ordnungsgemäße Rechnung in Deutschland folgende Angaben enthalten:

  1. Ihr Firmenname und Kontaktdaten — Vollständiger Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  2. Name und Anschrift des Leistungsempfängers — Die Person oder Firma, der Sie die Rechnung stellen
  3. Fortlaufende Rechnungsnummer — Eindeutige Nummerierung (RE-001, RE-002) zur einfachen Nachverfolgung
  4. Rechnungsdatum — Wann die Rechnung ausgestellt wurde
  5. Fälligkeitsdatum — Wann die Zahlung erwartet wird
  6. Detaillierte Leistungsbeschreibung — Beschreibung, Menge, Einzel- und Gesamtpreis je Position
  7. Nettobetrag, Umsatzsteuer und Bruttobetrag — Klare Aufschlüsselung aller Beträge
  8. Steuernummer oder USt-IdNr. — Pflicht für jede Rechnung
  9. Zahlungsbedingungen — 30 Tage netto, sofort fällig etc.
  10. Hinweise und Bedingungen — Zusätzliche Anweisungen oder Geschäftsbedingungen

Zahlungsbedingungen verstehen

Zahlungsbedingungen teilen Ihrem Auftraggeber mit, wann und wie bezahlt werden soll. Die gängigsten im DACH-Raum:

  • Sofort fällig — Zahlung unmittelbar nach Rechnungseingang erwartet
  • 14 Tage netto — Zahlung innerhalb von 14 Tagen (im Freelance-Bereich üblich)
  • 30 Tage netto — Zahlung innerhalb von 30 Tagen (Branchenstandard im B2B)
  • 60 Tage netto — Zahlung innerhalb von 60 Tagen (bei Großunternehmen und öffentlichen Auftraggebern)

Tipp: Bei Neukunden empfiehlt sich „14 Tage netto" oder „Sofort fällig". Sobald eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung besteht, sind 30 Tage netto der Standard.

Häufige Fehler bei der Rechnungsstellung

  • Fehlende Rechnungsnummer — Erschwert die Nachverfolgung und Zuordnung
  • Unklare Leistungsbeschreibungen — „Beratungsleistungen" ist weniger aussagekräftig als „Beratung Webseiten-Relaunch — 3 Stunden"
  • Kein Fälligkeitsdatum — Ohne klare Frist wird Ihre Rechnung nachrangig behandelt
  • Falsche Kundendaten — Prüfen Sie Namen und Anschrift doppelt, um Zahlungsverzögerungen zu vermeiden

Jetzt Rechnung erstellen

Setzen Sie das Gelernte direkt um. Nutzen Sie den kostenlosen Rechnungsgenerator — ohne Registrierung, Ihre Daten bleiben in Ihrem Browser:

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Tipps für schnellere Zahlung

  1. Rechnungen sofort senden — Stellen Sie die Rechnung unmittelbar nach Leistungserbringung
  2. Seien Sie konkret — Detaillierte Leistungspositionen reduzieren Rückfragen
  3. Bieten Sie mehrere Zahlungswege an — SEPA-Überweisung, PayPal, Kreditkarte
  4. Freundlich erinnern — Senden Sie 3 Tage vor Fälligkeit eine Zahlungserinnerung
  5. Zahlungsbedingungen vorab klären — Besprechen Sie die Zahlungsmodalitäten vor Projektbeginn

Best Practices für die Rechnungsnummerierung

Ein gutes Nummerierungssystem hilft bei der Organisation:

  • Fortlaufend: RE-001, RE-002, RE-003
  • Datumsbasiert: RE-202603-001 (Jahr-Monat-laufende Nummer)
  • Kundenbasiert: ACME-001, ACME-002

InvoiceNeat verwendet standardmäßig das datumsbasierte Format (INV-JJJJMM-NNNN), das die Zuordnung zu einem bestimmten Monat erleichtert.